The Cold-Blooded Wife Who Danced While Her Husband Was Slaughtered — Then Became the First Woman Executed in Georgia in 70 Years!

Kelly Gissendaner ist am 30. September 2015 im US-Bundesstaat Georgia durch eine Giftspritze hingerichtet worden. Es war die erste Hinrichtung einer Frau in Georgia seit 70 Jahren und ein Fall, der landesweit für Kontroversen sorgte.

Die 47-Jährige war 1998 wegen Mordes an ihrem Ehemann Douglas Gissendaner verurteilt worden. Gemeinsam mit ihrem Liebhaber Gregory Owen hatte sie einen perfiden Plan geschmiedet, der im Februar 1997 in einer kalten Winternacht in den Wäldern von Gwinnett County endete.

Douglas Gissendaner wurde von Owen mit einem Schlagstock niedergeschlagen und dann mit einem Messer erstochen. Kelly Gissendaner war nicht am Tatort anwesend, sondern hatte sich ein Alibi verschafft: Sie ging in einen Nachtclub, trank und tanzte, während ihr Mann starb.

Nach der Tat kehrte sie zum Tatort zurück und fragte nur: Ist er tot? Sie nahm eine Taschenlampe, betrachtete den leblosen Körper und half dann, das Auto ihres Mannes mit Kerosin in Brand zu setzen, um Spuren zu verwischen.

Die Ermittler durchschauten die Inszenierung schnell. Kelly hatte kurz zuvor eine Lebensversicherung über 15. 000 Dollar auf ihren Mann abgeschlossen.

Telefonaufzeichnungen zeigten, dass sie in der Tatnacht mehr als 40 Mal mit Owen telefoniert hatte.

Owen sagte später gegen Kelly aus. Er beschrieb, wie sie monatelang auf ihn eingeredet hatte, Douglas zu töten. Sie wollte keine Scheidung, weil sie das Haus, das Auto und das Sorgerecht für die Kinder nicht verlieren wollte.

Die Jury verurteilte Kelly Gissendaner zum Tode, obwohl nicht sie selbst die Tat ausgeführt hatte. In Georgia erlaubt das Gesetz die Todesstrafe auch für Anstifter. Owen erhielt lebenslange Haft und wurde 2023 vorzeitig entlassen.

Kelly Gissendaner verbrachte 16 Jahre im Todestrakt. In dieser Zeit wandte sie sich dem Glauben zu, studierte Theologie und begann einen Briefwechsel mit dem bekannten deutschen Theologen Jürgen Moltmann. Mitgefangene berichteten, dass sie andere Frauen ermutigte und von Selbstmord abhielt.

Doch ihre Reue und die zahlreichen Gnadengesuche von Kindern, religiösen Führern und sogar dem Vatikan konnten ihr Schicksal nicht ändern. In ihrer letzten Nacht bestellte sie ein opulentes Festmahl: zwei Whopper, Pommes, Limonade, Eis, Popcorn, Maisbrot und einen großen Salat.

Als sie in der Todeskammer auf die Trage geschnallt wurde, begann sie zu weinen und zu schluchzen. Dann stimmte sie das Lied Amazing Grace an. Ihre letzten Worte richtete sie an ihre Kinder: Ich liebe euch und bin stolz auf euch.

Liebe besiegt Hass.

Sie bat die Familie Gissendaner um Vergebung: Dieser wunderbare Mann hat sein Leben wegen mir verloren. Wenn ich es rückgängig machen könnte, hätte ich es schon vor langer Zeit getan. Um 12:21 Uhr wurde ihr Tod festgestellt.

Der Fall wirft grundlegende Fragen zur Gerechtigkeit auf. Der tatsächliche Mörder ist frei, während die Frau, die den Plan schmiedete, hingerichtet wurde. Für die einen ist es ein Sieg der Gerechtigkeit, für andere ein Akt der Rache.