Christina Marie Ricks, eine Mutter aus Arkansas, wurde nach weniger als zwei Jahren auf dem Todestrakt hingerichtet. Ihre Taten waren so erschütternd, dass die Jury keine Sekunde zögerte. Doch was führte zu diesem tragischen Ende, und welche letzten Worte hatte sie?

Am 4. November 1997 verließ Christina das Arkansas Heart Hospital mit einer Tasche voller gestohlener Medikamente. Doch diese waren nicht für Patienten gedacht, sondern für einen dunklen Plan, der in ihrer kleinen Wohnung in Sherwood Gestalt annahm. In dieser Nacht bereitete sie sich darauf vor, ihre beiden Kinder, den fünfjährigen Justin und die zweijährige Shelby, für immer schlafen zu legen.
Nachdem sie ihnen hohe Dosen des Antidepressivums Elaavil verabreicht hatte, beobachtete sie, wie sie in einen tiefen Schlaf fielen. Doch das, was dann geschah, war unvorstellbar. Christina injizierte Justin Kaliumchlorid, ein Mittel, das auch bei Hinrichtungen verwendet wird. Als er aufwachte und um Hilfe schrie, geriet sie in Panik und erstickte ihn schließlich mit einem Kissen. Auch Shelby, die kaum Widerstand leistete, wurde Opfer ihrer verzweifelten Tat.

Nach dem Verbrechen versuchte Christina, ihrem eigenen Leben ein Ende zu setzen. Doch ihre Mutter, besorgt um ihre Tochter, fand sie am nächsten Tag bewusstlos neben den leblosen Körpern ihrer Kinder. Christina überlebte, aber die Ermittler fanden schnell Hinweise, die auf die schrecklichen Ereignisse hindeuteten, darunter Briefe, die sie vor ihrem Selbstmord verfasst hatte.

Im Krankenhaus gestand Christina innerhalb weniger Minuten. Sie beschrieb die schrecklichen Taten und die Gründe, die sie zu diesem Schritt führten. Ihre Kindheit war von Trauma und Missbrauch geprägt, und ihre späteren Beziehungen waren von Gewalt und Verzweiflung gezeichnet. Bei ihrem Prozess plädierte sie auf Unzurechnungsfähigkeit, doch die Staatsanwaltschaft sah in ihr eine kaltblütige Mörderin, die ihre Kinder als Belastung betrachtete.

Christina wurde schuldig gesprochen und wies alle Angebote für einen Deal zurück. Sie wollte sterben, um bei ihren Kindern zu sein. Am 2. Mai 2000 wurde sie hingerichtet. Für ihre letzte Mahlzeit wählte sie eine Pizza und sprach in ihren letzten Worten von ihrem Bedauern und ihrer Liebe zu ihren Kindern.
Christina Marie Ricks bleibt die erste Frau, die seit 1845 in Arkansas hingerichtet wurde, und die jüngste Frau, die in den modernen USA das Todesurteil erhielt. Ihre Geschichte wirft viele Fragen auf: Was hätte anders laufen können? War Gerechtigkeit erreicht? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.