Mein Name ist Mia, und ich bin vierunddreißig Jahre alt. Vor genau vierundzwanzig Stunden kniete meine eigene Familie vor mir und flehte mich an, die Luxushochzeit meiner jüngeren Schwester Bruck zu retten. Dieselbe Familie, die nur zwölf Stunden zuvor den siebten Geburtstagskuchen meiner kleinen Tochter Lilli wie wertlosen Müll in die Tonne geworfen hatte. Ich fand Lillis Kuchen mit dem Gesicht nach unten im Küchenabfall meiner Mutter Loren, während im Nebenzimmer die Gläser auf Brukes Verlobung angestoßen wurden.

Meine Mutter flüsterte mir zu, ich solle bloß keine Szene machen. Ich tat es nicht. Ich nahm mein Kind, fuhr nach Hause und baute ihr in meiner eigenen Küche ein neues Fest mit einem einfachen Kuchen aus dem Supermarkt und sieben brennenden Kerzen.